Projekt
ATLAS-Halle zur Unterbringung eines Hochleistungslasers - Neubau

IMP-Leistungen
Objektüberwachung
Gesamtbaukosten
5,0 Mio. €
Leistungsdauer
2010 - 2012
Auftraggeber
Staatliches Bauamt München 2
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ATLAS-Halle zur Unterbringung eines Hochleistungslasers - Neubau

Der Hallenneubau für die Unterbringung eines Hochleistungslasers (ATLAS-Lasersystem) auf dem Forschungsgelände bei Garching wurde im Auftrag des Freistaates Bayern errichtet. Die Ausdehnung des Neubaus beträgt in Nord-Süd-Richtung ca. 22 m, in Ost-West-Richtung ca. 32 m und in der Höhe ca. 8,5 m. Das Gebäude wurde in konventioneller Massivbauweise (Ortbetonbau, teilweiser Einsatz von Fertigteilen) errichtet. Aufgrund der nutzungsspezifischen Anforderungen ist es nicht befenstert, sondern erhielt südseitig nur einen von einem auskragenden Vordach beschatteten verglasten Eingangsbereich.

Die Versuchshallen werden von Unterzugsdecken in Halbfertigteilbauweise überspannt; die Stützweiten der 2-Feld-Träger betragen 10,00 m bzw. 12,10 m. Die Gebäudeaussteifung erfolgt über den Treppenhauskern sowie über die Außen- und Innenwände. Das Gebäude ist auf einer durchgehenden, lastverteilenden Stahlbetonbodenplatte mit einer Dicke von 70 cm im Hallenbereich gegründet. Aus wärmeschutztechnischen Gründen wurde unterhalb der Bodenplatte eine druckfeste Wärmedämmung mit entsprechender bauaufsichtlicher Zulassung angeordnet. Die Rohdecke über dem Hauptbaukörper erhielt ein Kompaktdachsystem mit in Heißbitumen eingeschwemmten PIR-Hartschaumplatten und darüber verlegter zweilagiger bituminöser Abdichtung, das Hauptdach eine Extensivbegrünung mit Substratschicht auf Dränlage. Die ursprünglich geplante vorgehängte, hinterlüftete Fassade aus farbbeschichteten Metallpaneelen wurde aus Kostengründen durch Gabionenwände sowie Sichtbetonwände ersetzt.


Objektüberwachung durch IMP / Besonderheiten des Projektes

  • Vorauslaufende Umverlegung von Spartenleitungen im Baufeld
  • Sicherungsmaßnahmen im Rahmen der Baugrubenerstellung mittels Trägerbohlwand
  • Anspruchsvolle Rohbaukonstruktion, mit unterschiedlichsten Bauteilen aus Ortbeton, Fertigteilen und Halbfertigteilen
  • Hochbewehrte Betonkonstruktionen, aufgrund schwerster Nutzeranforderungen (Betrieb mit Lasertischen und -abschirmungen)
  • Komplexer Bauablauf in den beiden Versuchshallen, wie z. B. dem frühzeitigen Einbringen von Maschinenfundamenten und den beiden Hallenkränen sowie der exakten Planung, Steuerung und Überwachung der Ausbau- und Installationsarbeiten im Bereich der Doppelbodenkonstruktionen, einschl. dem späteren exakten Einpassen der Maschinenfundamente in das Doppelbodenraster
  • Ausbau einer Versuchshalle in Reinraumqualität