Projekt
Institut für Radiochemie Garching - Sanierung und Neubau Laborgebäude

IMP-Leistungen
Objektüberwachung
Gesamtbaukosten
10,5 Mio. € (KGr. 200 - 700)
Leistungsdauer
2008 - 2012
Auftraggeber
Staatliches Bauamt München 2
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Institut für Radiochemie Garching - Sanierung und Neubau Laborgebäude

Im Rahmen der Gesamtmaßnahme „Sanierung des Instituts für Radiochemie“ erfolgte auch der Neubau des Laborgebäudes. Das Laborgebäude besteht aus 4 Geschossen mit „Weißer Wanne“ im UG, extensiv begrüntem Dach sowie einer hinterlüfteten Keramikfassade. Hier sind alle S1-/S2- und S3-Labore mit strahlenschutzrechtlicher, jedoch ohne atomrechtliche Umgangsgenehmigung untergebracht. Die ebenfalls integrierten Räume für die Radiopharmazie erhielten einen eigenen Schleusenbereich. Besondere Bedeutung kommt den Brandschutzmaßnahmen und der Ausbildung von Kontrollbereichen zu.

Objektüberwachung durch IMP / Besonderheiten des Projektes

  • Hohe Sicherheitsanforderungen u. a. wegen der Lage des Neubaus zwischen Gelände Forschungsreaktor FRM2 und direkt angrenzenden Bestandsgebäuden der Radiochemie (unterliegen Atomgesetz)
  • Intensive Spartenuntersuchungen (GIS) auf dem Gelände inkl. Umverlegung in Abstimmung mit FRM2
  • Vorauslaufende, gesonderte Prüfung der eingesetzten Maschinen und Geräte (Bagger, Kran usw.), insbesondere hinsichtlich deren Rückwirkungsfreiheit auf die angrenzenden Bestandsgebäude
  • Hochbewehrte Betonkonstruktionen, aufgrund schwerster Nutzeranforderungen (Betrieb mit Bleiabschirmungen usw.)
  • Laufende geschossweise Rohbaufreigaben durch den Nutzer (Radiochemie) und den TÜV, einschl. enger vorheriger Abstimmung des geplanten Baubetriebs
  • Gesonderte Prüfungen und Freigaben von Schalgerüsten im Anschlussbereich an das angrenzende Bestandsgebäude - dort musste auch eine vorhandene Pforte überbaut und bis zur Erstellung der neuen Pfortenräume in Betrieb gehalten werden
  • Durchführung von Blower Door-Tests zur Überprüfung der Dichtheit der Labor-Containments, da diese mit Unterdruck betrieben werden
  • Intensive Vorab-Bemusterungen, z. B. von Sichtbetonoberflächen, einzelnen Metallfassaden sowie der Vorab-Erstellung von zwei Muster-Laborräumen im Neubau
  • Einbau von hochwertigen Fassadensystemen, wie z. B. im SZR angeordneten Sonnenschutzanlagen und Lichtlenksystemen
  • Geforderte ganztägige Bauüberwachung vor Ort aufgrund der insgesamt sehr anspruchsvollen Baumaßnahme