Projekt
Grund- und Mittelschule an der Führichstraße, München - Umbau, Erweiterung und Neubau Sporthalle

IMP-Leistungen
LPH 6 - 8/9
Gesamtbaukosten
ca. 22,0 Mio (KGr. 200 - 700)
Leistungsdauer
2012 - 2016
Auftraggeber
Landeshauptstadt München
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Grund- und Mittelschule an der Führichstraße, München - Umbau, Erweiterung und Neubau Sporthalle

Die Grund- und Mittelschule an der Führichstraße in München-Ramersdorf, mit ihrem denkmalgeschütztem Kernbau aus dem Jahr 1915 und dem 1933 angebauten Ostflügel, wurde um eine Sporthalle mit Schulhort, Schulküche, Mensa und einigen Funktionsräumen erweitert.

In diesem Zuge fanden auch Teilsanierungen im Ostflügel des Bestandsgebäudes sowie in einem auf dem Grundstück befindlichen, zweigeschossigen Gebäude (sog. „Haus 7“) statt, das als Kindergarten umgebaut und modernisiert wurde.

 

1. Umbau im Bestand - bei laufendem Schulbetrieb
Ein Teilbereich des Bestandsschulgebäudes, d. h. die nordseitige Spange des Ostflügels wurde umgebaut und den aktuellen Raumanforderungen angepasst. Hier wurden die Sanitäranlagen erneuert, der Gymnastiksaal im Erdgeschoss zur Pausenhalle umgenutzt sowie ein neuer Aufzug in das Bestandsgebäude integriert, um eine barrierefreie Erschließung der gesamten Schulanlage zu ermöglichen. An den Bestand wurde, nach Abbruch des bestehenden Windfanges, ein neuer Verbindungsbau zum Neubau angebunden.

2. Neubau Sporthalle mit Hort und Schulerweiterungsräumen
Der zweigeschossige Neubau, errichtet in Stahlbeton / Stahlbetonverbundbauweise mit hinterlüftetem Klinker-Verblendmauerwerk, nimmt mit seiner Südfassade die Flucht des Bestandsgebäudes entlang der Kirchseeoner Straße auf.
Die Dreifach-Sporthalle mit ihrem Dachtragwerk aus Stahlverbundkonstruktion erstreckt sich über Unter- und Erdgeschoss des Neubau-Hauptgebäudes. Die Räume des Kinderhorts sind in einem winkelförmigen Baukörper auf dem Dach der Sporthalle organisiert. Den Gruppenräumen vorgelagert und von diesen direkt begehbar, ist die große Dachterrasse, die dem Hort als Freifläche (Dachgarten) dient. Über das Brückenbauteil sind Schulerweiterung und Hort direkt miteinander verbunden, ein direkter Zugang zum Speisesaal im Erdgeschoss ist gewährleistet.
Im Untergeschoss befinden sich insbesondere die Umkleide-, Dusch- und Sanitärräume sowie die Technikzentrale.

3. Umbau sog. „Haus 7“ für Nutzungsänderung von Kinderhort zu Kindergarten
Nach Fertigstellung des Neubaus und dem Umzug des Kinderhortes in den Neubau sollte das sogenannte
„Haus 7“ zu einem Kindergarten umgebaut werden - die geplanten Maßnahmen betrafen hier nur den Innenbereich, da eine energetische Sanierung der Fassade bereits vor einigen Jahren erfolgt ist.
Raumzuschnitte wurden entsprechend den Anforderungen des Referats für Bildung und Sport angepasst. Die Sanitäranlagen wurden erneuert und für Kindergartenkinder ausgelegt.

Besonderheiten - Leistungen IMP - Objektüberwachung

- Baumaßnahmen bei laufendem Schulbetrieb

- Bauabwicklung unter beengten Platzverhältnissen im innerstädtischen Bereich und unter Rücksicht auf strenge Baumschutzvorgaben

- Spezialtiefbau, teilweise als Bohrpfahlwand mit Spritzbetonausfachung sowie Trägerbohlwände, 4-seitiger Verbau mit einer Seite angrenzend an öffentlichen Gehweg

- Sporthallendecke als Stahlverbunddecke; darauf ein leichter Holzbau

- Umsetzung einer komplexen Planung, insbesondere im Fassadenbereich mit 7 verschiedenen Fassadentypen und allen Anschlussausbildungen