Projekt
Berufsschule Weilheim

IMP-Leistungen
LPH 6 - 8
Leistungsdauer
2018 - 2021
Auftraggeber
LRA Weilheim-Schongau
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Berufsschule Weilheim

Auf dem Grundstück am Narbonner Ring 1, 82362 Weilheim i. OB wird eine technisch-gewerbliche Berufsschule für ca. 1700 Schüler/-innen und ca. 55 Lehrkräfte errichtet, mit insgesamt sechs Fachbereichen: Holztechnik, Metalltechnik, Kfz-Technik, Bautechnik, Farbtechnik und Agrarwirtschaft. Das H-förmige Gebäude sitzt zentral auf dem Grundstück und folgt einer frei knickenden Geometrie. Das zentrale Bauteil ist unterkellert, und birgt die Technikzentralen sowie Aula, Mensa, Küche (EG) und Verwaltung (OG). In den überhohen Erdgeschossen der West- und Ostspange sind die Werkstätten und –hallen untergebracht, in den Obergeschossen befinden sich vorwiegend Unterrichtsräume. Über den zentralen Werkhof werden die Werkstätten bedient sowie die gesamte Ver- und Entsorgung der Schule geregelt. Hierfür stehen zusätzlich drei Lastenaufzüge zur Verfügung.

Brandschutzkonzept
Das Gebäude wird in Brandabschnitte von max. 60 m eingeteilt. Im Erdgeschoss führt der erste Rettungsweg über direkte Ausgänge ins Freie, der zweite über den innenliegenden Flur. Im Obergeschoss führen beide Rettungswege über notwendige Flure. Im gesamten Gebäude wird eine Brandmeldeanlage installiert.

Baukonstruktion
Gründung
Das Gebäude wird mit Streifenfundamenten und nichttragenden Stahlbetonbodenplatten gegründet, einzelne Bereiche mit tragenden Bodenplatten.

Außenwände
Die Außenwände im EG werden als Fertigteile (Stahlbetonverbundkonstruktionen mit Dämmkern) ausgeführt, sowie teilweise als Glasfassadenelemente. Das Obergeschoss erhält eine vorgehängte hinterlüftete Plattenfassade auf gedämmter Stahlbetonkonstruktion.

Innenwände
Die Innenwände werden bis auf die Trockenbautrennwände in den Verwaltungs- und Sanitärbereichen ausschließlich massiv ausgeführt, größtenteils als Ortbetonwände mit Sichtanforderungen in SB2 und SB3. An den Wänden kommen zusätzlich akustische Maßnahmen zum Einsatz.

Decke
Über dem Erdgeschoss wird eine weitgespannte Hohlkörperdecke aus Stahlbeton ausgeführt. Im Verwaltungsbereich und in den Fluren werden Unterdecken aus Trockenbau montiert, teilweise mit Anforderungen an Akustik und Feuerschutz. Die Lastannahmen sind auf die Benutzung von schweren Hubgeräten ausgelegt. Bereiche mit besonders schweren Maschinen im Obergeschoss erhalten Sonderbodenaufbauten.

Bodenbeläge
Die Bodenbeläge unterscheiden sich je nach Anwendungsbereich und reichen von hochbelastbaren Verbundestrichoberflächen über Beschichtungssysteme bis hin zu Holzparkettoberflächen, Fliesen- und Linoleum-/ Kautschukbelägen.

Dächer
Das Walmdach mit einer Neigung von ca. 7° wird als vorgefertigte Sicht-Holzelementkonstruktion ausgeführt. Die Eindeckung erfolgt mit rollnahtgeschweißten Edelstahlbahnen. Auf dem Dach befinden sich diverse Technikaufbauten.


Technische Gebäudeausstattung

Heizung, Lüftung, Sanitär
Die Gebäudebeheizung erfolgt durch Biomasse in Verbindung mit Spitzenlast- Gaskessel. Es werden eine Kaltwasserverteilung und nutzungsspezifische sanitäre Installationen ausgeführt. Die Gebäudegröße und -nutzung erfordert zusätzliche Feuerlöschhydranten, Lüftungsanlagen sowie Absauganlagen für die Holz-, Farb- und Metallwerkstätten.

Elektro-, Datenverkabelung, Brandmeldeanlage
Die elektrotechnische Erschließung erfolgt aus dem Mittelspannungsring über eine Trafostation auf Niederspannungsebene. Die Schule wird mit einer Brandmeldeanlage, zentraler Sicherheitsbeleuchtung, Uhrenanlage sowie schultypischer Medientechnik ausgestattet. Zusätzlich wird eine Photovoltaikanlage auf dem gesamten Dach ausgeführt.

Küchentechnik
Die Mensa ist auf die Versorgung von ca. 150-200 Personen ausgelegt und umfasst eine Küche mit Kochzone, Speisenausgabe und Spülküche sowie die erforderlichen Lager-, Umkleide-, Sanitär- und Aufenthaltsräume.

Ausstattung Unterrichtsräume und Werkstätten
Die fachtechnische Ausstattung der Werkstätten und Maschinenräume beinhaltet die fachspezifischen Werkzeuge, Maschinen, Geräte, betrieblichen Einbauten sowie gebäudetechnischen Anlagen.

Freianlagen
Die Freianlagen umfassen einen zentralen Platz mit Sitzgelegenheiten, Fahrradstellplätze, einen durchgrünten Parkplatz, einen Werkhof mit Arbeits- und Lagerflächen und eine nutzungsungebundene Grünfläche im Westen.