Projekt
Neubau der Pfarrkirche und Werktagskirche St. Josef in Holzkirchen

IMP-Leistungen
Projektsteuerung
Leistungsdauer
2013 - 2017
Auftraggeber
Erzbischöfliches Ordinariat Baureferat
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Neubau der Pfarrkirche und Werktagskirche St. Josef in Holzkirchen

Die alte Pfarrkirche St. Josef wurde ab 1961 innerhalb eines Wohngebietes in Holzkirchen errichtet. Die pfarrlichen Einrichtungen sind auf mehrere Gebäude und Gebäudeteile verteilt. Eine Überprüfung des Tragwerks der Pfarrkirche hat ergeben, dass die Standsicherheit der Pfarrkirche St. Josef nicht gewährleistet ist. Die Gebäude der pfarrlichen Einrichtungen weisen Mängel im Brandschutz, Barrierefreiheit, energetischer Zustand und Funktion auf.

Nach Untersuchungen wurde festgestellt, dass die alte Pfarrkirche St. Josef nicht saniert werden konnte und wurde deshalb durch einen Neubau ersetzt. Neben dem Neubau der Pfarrkirche mit Werktagskapelle steht das Pfarrhaus zur Disposition, während das Pfarrheim lediglich für funktionsverbessernde Umbauten in Betracht kommt.

Nach Entwurf des Architekten sollen zwei stumpfe schiefe Kegel die Kirche und Werktagskapelle bilden. Die Grundrisse der Kirche und Kapelle, sowie die geneigte Dachfläche stellen Ellipsen dar. Das Tragwerk der Kirche ist als sichtbare Konstruktion in Holzbauweise geplant und ruht auf einem geschlossenen Stahlbeton-Ringfundament. Die Bedachung ist mit Holzschindeln belegt.
Die Verbindung der beiden unterschiedlich großen Bauwerke wird durch einen Flachdachbau gewährleistet. Über diesen Flachdachbau erfolgt auch die Erschließung der weiteren Gebäude des Pfarrzentrums. Der Neubau ist gemäß BayBO als Sonderbau der Gebäudeklasse 3 zu klassifizieren.

Im Januar 2014 wurde das Bauvorhaben aus Gründen der Finanzierung in zwei Bauabschnitte unterteilt.

Im August 2014 wurde mit dem Rückbau der „alten“ St. Josefskirche begonnen. Die Rohbauarbeiten für die neue Kirche wurden ab Herbst 2015 ausgeführt. Die Weihe der neuen Kirche fand am 18.03.2018 statt.

Besonderheiten - Leistungen IMP - Projektsteuerung

IMP Ingenieure waren mit Projektsteuerungsleistungen über alle Handlungsbereiche erst mit dem gesamten Pfarrzentrum incl. Abbruch des Bestandes (Kostenrahmen von ca. 18 Mio. € brutto) betraut.
Mit Planungsstopp im Rahmen der Entwurfsplanung wurden nach eigens beauftragter Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durch IMP Ingenieure über das Ordinariat entschieden, die Neubaumaßnahme in 2 Bauabschnitte zu unterteilen.
Anfänglich war die wirtschaftliche Baubarkeit des Tragwerks der Kirche ungeklärt. Die Ausarbeitung eines möglichen Montagekonzepts in Zusammenarbeit mit den Projektbeteiligten sowie der Bau eines 1:1 Modells schaffte Klarheit für die Montage und Vorfertigung sowie für die Qualitäten des Holzbaus, der Holzoberflächen und somit Kostensicherheit.
Der Abbruch (0,83 Mio € brutto – KGR 200-700) sowie der 1.BA (11,53 Mio € brutto – KGR 200-700) wurde im Kostenbudget und den gesetzten Terminrahmen erfolgreich umgesetzt.

Abbruch (sensibler Rückbau) der alten Pfarrkirche

Die Teilmaßnahme Rückbau mit Provisorien sowie Interimsunterbringung Pfarramt mussten in einem gesonderten Haushaltstitel gesteuert und erfasst werden.