Projekt
Staatstheater Augsburg

IMP-Leistungen
LPH 6 - 8
Leistungsdauer
2014 -
Auftraggeber
Stadt Augsburg
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Staatstheater Augsburg

Die Stadt Augsburg plant die Erweiterung und Generalinstandsetzung des Staatstheaters Augsburg in 2 Bauabschnitten. Der 1. Bauabschnitt beinhaltet die nachfolgend beschriebenen Maßnahmen im und um das Bestandsgebäude, der 2. Bauabschnitt betrifft das Areal der Brechtbühne mit Werkstätten und Verwaltungsgebäude..

1. Bauabschnitt:
BESTANDSGEBÄUDE / SANIERUNGSGRUNDLAGE
Die ursprüngliche Substanz des Großen Hauses des Theaters Augsburg stammt aus dem Jahr 1877. Die Baukonstruktion erfolgte hauptsächlich in mauerwerksweise mit Ziegeln.
Eine erste maßgebliche Umgestaltung und Erweiterung erfolgte in den 1930er Jahren, besonders im Bereich der Bühne, der Hinterbühne und des Hauptportals, dabei wurden vermehrt Baukonstruktionen in Beton und Stahl eingesetzt.
Nach den schwerwiegenden Zerstörungen im 2. Weltkrieg durch Bombentreffer im Jahr 1944, bei der vom ursprünglichen Bauwerk fast nur noch die Grund- und Außenmauern erhalten blieben, erfolgte ab 1952 bis 1956 der Wiederaufbau.
Der Aufbau erfolgte auf dennoch erhaltenen Grundmauern in verschiedenen Bauweisen aus Mauerwerk, Beton und Stahl. Der Bühnenturm sowie das Dachtragwerk des Zuschauerhauses wurden als Stahlfachwerk errichtet.
Das äußere Erscheinungsbild griff die ursprüngliche klassizistische Gestaltung in vereinfachter Form wieder auf. Die Ausgestaltung der Innenräume, vor allem der öffentlichen Foyers und des Zuschauerraumes, wurde dagegen in konsequent zeitgenössischer Form durchgeführt und stellt in seinem heutigen, nahezu unverändertem Erscheinungsbild ein herausragendes Zeitdokument des Wiederaufbaus der 1950er Jahre dar.
In der folgenden Zeit bis heute gab es außer zwei Erneuerungsmaßnahmen an der Bühnenmaschinerie keine wesentlichen baulichen Eingriffe.

Nach rund 60 Jahren ohne substanzielle Baumaßnahmen besteht inzwischen ein erheblicher Sanierungsbedarf, der sich in 3 Hauptkategorien gliedern lässt:
A) Substantielle Ertüchtigung des Bauwerks / Tragwerks.
B) Anpassung des baulichen und anlagentechnischen Brandschutzes an heutige baurechtliche Vorgaben und Vorschriften.
C) Verbesserung der Betriebssicherheit und des Arbeitsschutzes an die gültigen baurechtlichen Anforderungen.

2. Bauabschnitt
Der 2. Bauabschnitt beginnt parallel zu den Arbeiten am Großen Haus ab Frühjahr 2019 mit den Abbrucharbeiten an den Gebäuden nördlich der Kasernstraße. (vgl. Baufeld Nr. 10 im beiliegenden Baustelleneinrichtungsplan). Nach dem Abbruch der dortigen Gebäude, beginnend mit der Brechtbühne, entsteht dort ein Gebäudekomplex mit Werkstätten, Probebühnen, Lagern und Verwaltungsräumen für das Theater.