Projekt
Neubau der Pfarrkirche und Werktagskirche St. Josef in Holzkirchen

IMP-Leistungen
LPH 6 - 8
Gesamtbaukosten
ca. 10,6 Mio €
Leistungsdauer
2015 - 2017
Auftraggeber
Erzbischöfliches Ordinariat Baureferat
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Neubau der Pfarrkirche und Werktagskirche St. Josef in Holzkirchen

Der Katholische Pfarrverband Holzkirchen, vertreten durch das Erzbischöfliche Ordinariat München errichtet im 1. Bauabschnitt den Neubau einer Kirche (400 Sitzplätze) und Kapelle (50 Plätze) mit Sakristei und Foyer.
Die Neubauten sind Ersatzbauten. Eine Überprüfung des Tragwerks der Pfarrkirche hat ergeben, dass die Standsicherheit der bestehenden Kirche St. Josef nicht mehr gewährleistet ist. Die Kirche ist inzwischen zurückgebaut, der bestehende Kirchturm konnte jedoch erhalten bleiben.

Die beiden Hauptgebäude - Kirche und Kapelle - besitzen jeweils die Form eines Kegelstumpfes. Die Grundrisse, als auch die geneigten Dachflächen stellen Ellipsen dar.
Das Tragwerk der beiden Kirchen ist als sichtbare Konstruktion in Holzbauweise geplant und ruht auf einem geschlossenen Stahlbeton-Ringfundament.
Die Hauptkirche und die Kapelle sind über einen gemeinsamen Eingangsbereich und die angeschlossene Sakristei miteinander verbunden. Der Eingangsbereich und die Sakristei sind eingeschossig mit Flachdach in Stahlbetonbauweise in Kombination mit Wärmedämmziegeln ausgeführt. Eine Unterkellerung ist nicht vorgesehen.

Der Neubau ist gemäß BayBO als Sonderbau der Gebäudeklasse 3 zu klassifizieren.

Besonderheiten - Leistungen IMP - Objektüberwachung
Musterfassade:
Aufgrund der Komplexität wurde zunächst in einem Holzbaubetrieb ein größeres Muster-Fassadenelement, einschließlich diverser Knotenpunkte und Innenbekleidungen sowie außenseitiger Holzschindeldeckung, entwickelt und anschließend vor Ort wieder aufgebaut.

Baugrundverbesserung:
Zur Verbesserung des nicht ausreichend tragfähigen Baugrunds wurde entschieden, diesen mittels Rüttelstopfverfahren zu verbessern. Hierzu wurden insgesamt 601 Rüttelstopfsäulen eingebracht, welche eine mittlere Säulenlänge bzw. Tiefe von 3,5 m bis 6,0 m aufweisen. Die Ausführung des Rüttelstopfverfahrens wurde von einem externen Sachverständigen gutachterlich begleitet.